Eine gute Entscheidung

Wirtschaftsfachoberschule Auer
Bildstöcklweg 12, I-39040 Auer, Tel. 0471 81 05 34
E-Mail: wfo.auer@schule.suedtirol.it
PEC: wfo.auer@pec.prov.bz.it

E-Mail aus Kanada

Seit dem 26. August 2018 lebe ich in Kitchener, Ontario Kanada und werde dort die nächsten zehn Monate zur Schule gehen...

Meine Schule heißt Victus-Hockey-Academy und ist nur 5 Minuten von zu Hause entfernt. Meine Gastfamilie besteht aus meinem jüngeren Bruder Tristan (14), der wie ich Hockey spielt, und seinen Eltern Claude und Raluca, und natürlich Ice, der Welpe, der als vollwertiges Mitglied der Familie zählt. Meine Schule ist mit einer amerikanischen High-School zu vergleichen wie man sie aus den Filmen kennt, nach jeder Stunde wechselt man den Klassenraum und bleibt nicht in seiner eigenen Klasse sitzen.
Der größte Unterschied zu Schule in Auer ist, dass wir 5 Tage die Woche immer die gleichen Fächer haben und nur im zweiten Semester sich die Unterrichtsstunden ändern. Ein normaler Schultag startet um 8:20 mit einer Trainingseinheit, gefolgt von zwei Unterrichtsstunden in kanadischem Recht und Mathematik zu je 70 Minuten. Nach der 40-minütigen Mittagspause habe ich Englisch. Abschließend hat die ganze Klasse Workout mit unserem Fitnesscoach Neil und freitags kommt noch Kinesiologie dazu. Diese Fächer ändern sich alle mit dem Beginn des zweiten Semesters.
Einer der tollsten Aspekte an der Schule ist, dass meine Mittschüler zugleich meine Hockeymannschaft sind. Seit dem Beginn der Saison haben wir bereits ein Turnier in Ottawa erfolgreich bestritten und am 17. November fahren wir in die Staaten um dort einige Spiele gegen amerikanische Teams zu spielen. In meiner Freizeit treffe ich mich meistens mit meinen Mitspielern aus der Mannschaft und gehe mit ihnen in die Stadt oder in die Mall. Ansonsten bin ich zu Hause und verbringe die meiste Zeit mit der Familie. Claude ist ein Hobbykoch und liebt, zu meinem Vorteil, gutes Essen gleich wie ich und verbringt sehr viel Zeit in der Küche.
Ich bin froh, dass ich diese Entscheidung, zehn Monate im Ausland zu verbringen, getroffen habe. Mit der Schule und meiner Gastfamilie habe ich einen Glückstreffer gelandet und bin sehr dankbar dafür, dass meine Familie mir dieses Abenteuer ermöglich hat.